Kaum eine Frage spaltet Recruiting-Teams so wie diese: Gehalt in die Anzeige schreiben oder nicht? Die Argumente, die Zahlen und was ein Praxistest in vier Wochen gezeigt hat.
Verhandlungsspielraum, Neid im Team, Wettbewerber lesen mit. Alle drei Punkte sind real, aber sie wiegen weniger, als sie sich anfühlen. Der Verhandlungsspielraum bleibt bei einer Spanne erhalten, und die Wettbewerber kennen den Markt ohnehin.
Bewerber filtern nach Gehalt, ob es in der Anzeige steht oder nicht. Steht es nicht dort, filtern sie nach Bauchgefühl, und das ist selten zu Ihren Gunsten. Anzeigen mit Gehaltsangabe erhalten in vielen Auswertungen deutlich mehr Bewerbungen, und die Gespräche enden seltener an der Gehaltsfrage.
Vier Wochen lang lief dieselbe Stelle für Bauleitung in zwei Varianten: einmal mit Spanne, einmal ohne. Mit Spanne kamen mehr Bewerbungen, und der Anteil derer, die nach dem Erstgespräch weitergingen, lag höher. Kein Kandidat sprang wegen der genannten Zahl ab.
Ehrlich und nicht zu breit. Eine Spanne, die 40 Prozent umfasst, ist keine Information. Nennen Sie das Einstiegsgehalt und was nach der Probezeit realistisch ist, und sagen Sie dazu, woran sich die Einordnung orientiert.