Active Sourcing klingt nach großer Recruiting-Abteilung. Tatsächlich reichen zwei Stunden pro Woche und ein klarer Ablauf, um die Kandidaten zu erreichen, die keine Anzeige lesen.
Bevor Sie ein Netzwerk öffnen, klären Sie mit der Fachabteilung drei Muss-Kriterien und drei Kann-Kriterien. Alles andere ist Verhandlungsmasse. Das Profil passt auf eine Karteikarte.
Berufsnetzwerke sind der Anfang, nicht das Ende. Fachforen, Konferenz-Teilnehmerlisten, Open-Source-Beiträge oder Absolventenverzeichnisse liefern Profile, die nicht täglich zehn Nachrichten bekommen.
Drei Sätze: Warum genau diese Person, was die Aufgabe ist, was der nächste Schritt wäre. Kein Anhang, keine Floskel. Wer den Namen des aktuellen Arbeitgebers falsch schreibt, bekommt keine Antwort, egal wie gut die Stelle ist.
Eine Erinnerung nach einer Woche, danach Schluss. Wer nicht antwortet, kommt mit einem Vermerk in den Talentpool und wird beim nächsten passenden Thema erneut angesprochen.
Antwortquote, Gesprächsquote, Zeit bis zum ersten Gespräch. Liegt die Antwortquote unter zehn Prozent, ist meist die Nachricht das Problem, nicht der Markt.